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Sarajevo wird aus finanziellen Gründen den Lockdown nicht verlängern

Screenshot [Foto: Vlada Kantona Sarajevo]

Nach zwei Wochen Lockdown lockert die bosnisch-herzegowinische Hauptstadt Sarajevo ihre Corona-Maßnahmen – aus finanziellen Gründen. Ab Sonntag haben Cafés, Bars und Restaurants sowie Fitness- und Sportzentren wieder offen.

Sarajevo hatte die höchste CoV-Sterblichkeit nicht nur im Land, sondern auch in der Region. Die Kantonsverwaltung musste den Lockdown einführen und jetzt ist die Situation etwas besser, aber noch immer dramatisch.

Der Ministerpräsident des Kantons Sarajevo Edin Forto (NS) bestätigte, wonach die Maßnahmen wieder gelockert werden, da der Kanton kein Geld für weitere finanziellen Hilfe hat. In den letzten zwei Wochen war u. a. die Gastronomie geschlossen.

„Wir haben die Maßnahmen aufgrund unserer Wirtschaftssituation gelockert, weil wir keine längeren und umfassenderen Schließungen finanzieren können. Es bleibt uns überlassen, gemeinsam mit den Bürgern vorsichtig zu sein und nicht zuzulassen, dass eine neue Welle kommt.“

Ministerpräsident des Kantons Sarajevo Edin Forto (NS)

Forto kritisierte die Entitätsregierungen von der Föderation BiH und Republika Srpska, weil sie keine Einreisebeschränkungen und andere Maßnahmen eingeführt haben: „In erster Linie sei das verantwortungslos. Es ist schrecklich, dass wir nicht die besten europäischen Praktiken anwenden“.

In Sarajevo bleiben die Schulen im Distance Learning und das Urlaubsverbot im öffentlichen und privaten Gesundheitssektor des Kantons Sarajevo wurde aufgehoben.

Am Montagmorgen waren viele Schanigärten in Sarajevo überfüllt, wie Bilder des Regionalsenders N1 zeigen.

Das Gesundheitsministerium des Kantons Sarajevo hat das Gesundheitsministerium der Föderation BiH gebeten, die Ausgangssperre von 21 auf 23 Uhr zu verschieben, aufgrund des religiösen Feiertags des Monats Ramadan, damit „die Gläubigen des islamischen Glaubens im Ramadan als Fastenmonat religiöse Riten durchführen können“.




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