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Spendenwelle aus Deutschland nach Erdbeben in Kroatien

Symbolbild [Foto: Vlada RH | Facebook]

Viele Menschen aus Deutschland haben nach dem schweren Erdbeben in Kroatien Spendenaktionen ins Leben gerufen. Vor allem haben sich AuslandskroatInnen und Deutsche kroatischer Herkunft organisiert, gemeinsam mit lokalen Feuerwehren und Gemeinden. Ein Überblick:

300 Feuerwehren aus ganz Bayern haben u. a. Schutzkleidung, tragbare Leitern und Beleuchtungsgeräte aus Hersbruck und Rosenheim geschickt. Zusätzlich wurden nach Sisak-Moslavina 311 Einsatzjacken, 60 Helme, vier Heizungen, 12 Saugschläuche und eine Tauchpumpe geschickt. Insgesamt gab es mehr als 15.000 Einzelteile im Hilfskonvoi mit 22 Fahrzeugen, schreibt „Nordbayern.de“.

Sieben Containerfahrzeuge der Feuerwehren aus Ober-, Mittel- und Unterfranken waren am 12. Jänner unterwegs nach Kroatien. Da die Fahrt ins Erdbebengebiet gut 17 Stunden dauerte, haben die Feuerwehrleute bei ihren KollegInnen in Zagreb übernachtet. Die Feuerwehrleute haben Schutzkleidung, Notstromaggregate, Beleuchtungssätze, Heizgeräte und tragbare Leiters nach Sisak geschickt. Der Freistaat Bayern hat insgesamt 90 Prozent der Transportkosten übernommen, sagte Bayerns Innenminister Herrmann dem Bayrischen Rundfunk.

Eine Spendenaktion gab es auch von AuslandskroatInnen aus Metzingen, Rottenburg, Gammertingen, Tübingen und Reutlingen. Die Spendenaktion hat der Bezirksligist SV Croatia Reutlingen mit Hilfe von anderen Vereinen aus der Regionen organisiert. Bis zum 19. Jänner kann man per PayPal Geld spenden. Der Metzinger Igor Smoljan hat bis jetzt mehr als 23.000 Euro eingesammelt. Geld haben auch die Vereine SSV Reutlingen, VfL Pfullingen, SV Zainingen und Croatia Gammertingen gespendet, schreibt die „Südwest Presse“.

Kristian Beljak lebt seit 17 Jahren in Wemding und hat gemeinsam mit dem ehemaligen Stadtpfarrer von Höchstädt Marko Cvitkušić einen Hilfskonvoi organisiert. Cvitkušić ist heute Kanzler der neu gegründeten katholischen Diözese Sisak. Deshalb gab es Hilfe auch aus dem Landkreis Donau-Ries und Dillingen, so die „Augsburger Allgemeine“. Hilfsgüter wurden auch aus Aischach, Neu-Ulm, Günzburg und Gersthofen eingesammelt. Wer Hilfsgüter weiter spenden möchte, kann Kristian Beljak telefonisch unter der Nummer 0162/8781197 kontaktieren.

Die Firma SWS Medicare aus Moosburg hat 56.000 Masken im Wert von 100.000 Euro gespendet. Insgesamt hat SWS, die im großen Stil Masken im Auftrag der Bundesregierung produziert, eine Palette mit 17.280 FFP2-Masken und eine Palette mit 38.400 ‚OP-Masken‘ geschickt. Mehrere Feuerwehrleute im Landkreis Freising haben laut der „Süddeutschen Zeitung“ nach einen Spendenaufruf 320 Ausrüstungsgegenstände gesammelt: 103 Feuerwehrjacken, 76 Einsatzhosen, 48 Feuerwehrhelme und 31 Paar Feuerwehrhandschuhe. An der Aktion waren Feuerwehren aus Au, Enzelhausen, Mauern, Ober- und Niederhummel, Pfrombach/Aich, Tegernbach, Wang und Moosburg beteiligt.

Ein kroatischer Mitarbeiter der Firma Korn Recycling hat auch Sachspenden gesammelt. Nach wenigen Tagen haben sie zwei Abrollcontainer bis unters Dach gefüllt nach Kroatien geschickt, schreibt der „Schwarzwälder Bote“.

Lebensmittel, Hygienemittel, Campingausrüstung und Baumaterial sammelte auch der SV Croatia Hannover. Trainer des Bezirksligisten Nikola Butigan bedanke sich bei „Sportbuzzer.de“ für die großartige Resonanz der Menschen in Hannover.

Die Hilfsorganisation Interhelp – Deutsche Gesellschaft für internationale Hilfe mit Sitz in Hameln hat auch eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Die dort lebenden KroatInnen haben neben Geld vor allem Hygieneartikel, Schlafsäcke und Campingkocher gespendet, schreibt „Dewezet“.

Der Frauenbund Rotthalmünstar hilft jedes Jahr ihren Freunden aus Rumänien. Diesmal haben sie sich spontan entschieden, die Hilfe nach Kroatien zu schicken. Organisator der Hilfstransporte mit Wasserkochern, Elektrokleingeräten, Gummistiefeln, Lebensmitteln, Tierfutter, Kindersachen und Spielzeug ist der Kroate Stanislav Gavron aus Jägerwirth, meldet „PNP.de“.

Vier Feuerwehrleute aus Kehl haben Hilfe für Sisak geleisten. Sie haben einen Hilfskonvoi aus 15 Fahrzeugen und 100 Tonnen Hilfsgüter gemeinsam mit den Oberbürgermeistern von Kehl und Achern organisiert, schreiben die „Badischen Neuesten Nachrichten“.

Einen Hilfskonvoi gab es auch vom Kreisfeuerwehrverband (KFV) Esslingen-Nürtingen. Auch die Feuerwehr im Landkreis Regen beteiligte sich an einer bayernweiten Sammelaktion für das Erdbebengebiet in Kroatien.



 

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