KROATIV auf Deutsch
Ökokatastrophe in einem der schönsten Flüsse Europas
Derzeit schwimmen im Oberlauf des Flusses Drina zehntausende Kubikmeter Müll aus den Nebenflüssen.

In der Nähe der Stadt Višegrad in Bosnien-Herzegowina sind erschreckende Szenen von schwimmendem Abfall zu sehen. Tausende Kubikmeter Abfall kamen aus Montenegro durch den Fluss Lim und die Drina-Nebenflüsse aus den Städten der Region Oberdrina.
Die Flüsse haben auf dem Weg zum Drina-See wilde Müllhalden aufgegriffen, weshalb sich dort sperrige Gegenstände und Abfälle befinden. Nach Schätzungen der ExpertInnen kann der Damm in Višegrad den enormen Druck nicht standhalten.
Regen und Schnee in Višegrad machen die Situation noch schwieriger und der Blick auf den See ist in diesem Moment ein katastrophaler. Die Katastrophe steht vor einem Wasserkraftwerk und die Mitarbeiter versuchen alles, um das Problem zu beheben.
Derzeit schwimmen im Oberlauf des Flusses Drina zehntausende Kubikmeter Müll aus den Nebenflüssen Prača, Tara, Piva und Lim. Die lokalen Behörden ignorieren, wie so oft, die jahrzehntelangen Probleme, die mit dieser Ökokatastrophe verbunden sind.
Bilder von gestern zeigten, wie Drina von einem der schönsten Flüsse Europas zu einer riesigen Müllkippe entstanden ist.
Die Drina ist der größte Nebenfluss der Save, der über die Donau in das Schwarze Meer entwässert. Zum größten Teil bildet sie die Grenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Serbien und zusammen mit der Tara erreicht die Drina 486 Kilometer Länge und hat ein Einzugsgebiet von 19.926 Quadratkilometer. Wie es hier eigentlich aussehen sollte, zeigt ein Bild aus dem Sommer 2017:

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Antonio Šećerović
Foto: Screenshot – RTRS | YouTube
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Kroatien führt digitale Maut ein – Start im März 2027
Kroatien modernisiert sein Autobahn-Mautsystem. Ab März 2027 beginnt die schrittweise Einführung eines flächendeckenden, digitalen Mautsystems, das die bisherigen Mautstationen mit Schranken ersetzen soll.
Das neue System ermöglicht eine Durchfahrt ohne Anhalten – auch bei Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h. Die Mauterhebung erfolgt elektronisch mittels Fahrzeug-Tag sowie automatischer Kennzeichenerkennung durch Kameras.
Für Pkw reicht künftig die Registrierung des Kennzeichens in Verbindung mit einem Zahlungsmittel aus. Lkw müssen zusätzlich mit einem elektronischen Gerät ausgestattet sein. Die Anmeldung ist über eine mobile App, online oder an Servicepunkten möglich.
Einige bestehende Mautstellen bleiben vorübergehend erhalten, funktionieren jedoch vollautomatisch – ohne Personal und ohne Schranken. Die technische Umsetzung läuft bereits, unter anderem auf der Autobahn A3.
Insgesamt sollen mehr als 200 moderne Mautportale das kroatische Autobahnnetz abdecken. Ziel der Umstellung ist es, Staus zu reduzieren, den Verkehrsfluss zu verbessern und den Fahrkomfort – insbesondere während der Reisesaison – deutlich zu erhöhen.
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Immer mehr Kroaten kehren zurück: Unterschiede zwischen Kroatien und dem Westen werden kleiner
In letzter Zeit ist ein deutlicher Trend der Rückkehr von Kroaten aus dem Ausland in ihre Heimat zu beobachten. Nachdem es jahrelang fast selbstverständlich war, nach Österreich oder Deutschland zu gehen, um ein besseres Leben zu suchen, entscheiden sich nun immer mehr Menschen für die Rückkehr nach Kroatien.
Der Grund dafür liegt im zunehmenden wirtschaftlichen Wachstum und im steigenden Lebensstandard. Die Löhne in vielen Branchen, insbesondere im Tourismus, in der IT und im Bauwesen, nähern sich denen im Westen an, während die Lebenshaltungskosten in Kroatien noch immer niedriger sind. Darüber hinaus investiert der Staat zunehmend in Infrastruktur, Bildung und Gesundheitssystem, wodurch sich die Unterschiede in der Lebensqualität zwischen Kroatien und den entwickelten europäischen Ländern verringern.
Viele Rückkehrer betonen auch die immateriellen Gründe: die Nähe zur Familie, die Schönheit der Natur, die Sicherheit sowie die Lebensqualität, die die kroatische Küste und die Städte im Landesinneren bieten.
Auch wenn es noch Herausforderungen gibt, zeigt die Tatsache, dass immer mehr junge Familien zurückkehren und eigene Unternehmen gründen, dass Kroatien zu einem Land der Chancen wird – und dass die Unterschiede zu Österreich oder Deutschland sowohl wirtschaftlich als auch im Lebensstil immer kleiner werden.
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Österreicher wegen rücksichtsloser Fahrweise in Kroatien zu 19 Tagen Haft verurteilt
Ein Österreicher ist zu 19 Tagen Haft verurteilt worden, nachdem ihn die Polizei an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Gebiet des Dubrovniker Küstenlandes wegen gefährlicher Fahrweise anhielt und er anschließend ein Fahrverbot missachtete, teilte die Polizei des Landkreises Dubrovnik-Neretva mit.
In der vergangenen Woche stoppte die Polizei nach einem Bürgerhinweis einen Pkw, der in Richtung Dubrovnik in Schlangenlinien fuhr und zeitweise auf der Gegenfahrbahn unterwegs war. Bei der Verkehrskontrolle stellte sich heraus, dass es sich um einen 59-jährigen Österreicher handelte. Ein Alkohol- und Drogentest fiel negativ aus.
Der Mann wurde aus dem Verkehr gezogen und erhielt eine Geldstrafe von 130 Euro wegen eines Vergehens, das Fahrer sanktioniert, die so müde, krank oder in einem psychophysischen Zustand sind, dass sie nicht in der Lage sind, sicher zu fahren. Zusätzlich wurde ihm eine 12-stündige Maßnahme des Fahrverbots für alle Fahrzeugkategorien auferlegt.
Festnahme nach Missachtung des Fahrverbots
Der Österreicher ignorierte die Anordnung jedoch und wurde am nächsten Tag erneut gestoppt – diesmal auf der Adriamagistrale bei der Ortschaft Banići. Auch hier fiel der Alkohol- und Drogentest negativ aus. Er wurde wegen gefährlicher Fahrweise und Missachtung der Auflage festgenommen und dem Amtsgericht in Dubrovnik vorgeführt.
Das Gericht folgte dem Strafantrag der Polizei und verhängte eine Haftstrafe von 19 Tagen. Der Mann wurde umgehend in das Gefängnis von Dubrovnik überstellt, wo er sich derzeit befindet.
Polizei betont verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen
„Die Polizeidienststelle Ston hat seit Jahresbeginn insgesamt 5.582 repressive Maßnahmen gegen Verkehrssünder ergriffen, davon 1.143 wegen unzulässigen Überholens. Der größte Teil – fast 90 Prozent – wurde auf den Zufahrtsstraßen zur Pelješac-Brücke durchgeführt“, so die Polizei.
Man bedankte sich bei aufmerksamen Bürgern für ihre Hinweise und rief andere Verkehrsteilnehmer dazu auf, Verstöße gegen die Verkehrsregeln unter der Nummer 192 oder über die App „Sicherheit und Vertrauen“ zu melden.




