Die montenegrinische Polizei hat am Mittwoch den mutmaßlichen Boss des einflussreichen Kavač-Clans festgenommen. Er gilt als Kopf des Clans aus der Küstenstadt Kotor. Der Konflikt seines Clans mit dem Škaljari-Clan führte zu Gewalt und Morden in mehreren europäischen Städten, auch in Wien.
Am Mittwoch wurden der mutmaßliche Boss des Kavač-Clans Slobodan Kašćelan, sein Leibwächter Vladimir Vucković sowie Miloš Radonjić und Krsto Maroš in Kotar und Pljevlje festgenommen. Drei weitere Personen wurden festgenommen, die Polizei sucht nach mehreren weiteren Mitgliedern und Organisatoren dieser kriminellen Gruppe, schreibt „Vijesti.me“.
Die verhafteten Männer sind für die Planung und Durchführung von Morden verdächtigt. Kašćelan wird vorgeworfen, dass er mehrere schwere Verbrechen begangen und geplant hat, für die ihm bis zu 40 Jahre Haft drohen.
Der mutmaßliche Clan-Boss wurde in den Polizeiaufzeichnungen als einer der Anführer des Kavač-Clans gekennzeichnet. Abgesehen von ihm ernennt die Polizei auch Radoje Zvicer als einen der Anführer. Derzeit sucht die Polizei in Montenegro nach ihm.
Slobodan Kašćelan wurde schon Ende 2019 verhaftet, für eine Kaution in Höhe von mehr als 500.000 Euro wurde er aus der U-Haft entlassen. Die kriminellen Gruppen wird des Erpressungsversuchs, des illegalen Waffenbesitzes, Drogenverkaufs, Einsatzes von Betäubungsmitteln, Bestechung, einer schwerwiegenden Straftat gegen die öffentliche Sicherheit und der Geldwäsche verdächtigt.
Er überlebte zwei Attentate, Ende Juni 2016 in Novi Sad und am 22. Jänner in Podgorica, der Hauptstadt Montenegros. In den letzten Monaten wurden mehrere Anführer des Kavač-Clans in Portugal und Serbien festgenommen. Laut serbischen Medien ist das ein heftiger Schlag gegen den Clan.
Im Dezember 2018 wurde ein 32-Jähriger in der Nähe des Wiener Stephansdoms erschossen. Sein 32-jähriger Begleiter wurde schwer verletzt und überlebte durch großes Glück. Die beiden Opfer wurden dem Kavač-Clan zugerechnet, auch in ihren Familien Sol es enge Verbindungen zur organisierten Kriminalität geben. Kurz vor dem Attentat wurde der 32-Jährige in Montenegro aus der Haft entlassen.
Hintergrund der Feindschaft zwischen dem Kavač- und Skaljari-Clan ist ein regelrechter Krieg der zwei Clans aus Kotor. Die eine Bande soll der anderen Ende 2014 rund 200 Kilo Kokain gestohlen haben, das in einer Wohnung im spanischen Valencia gebunkert war. Danach gab es blutige Abrechnungen in Valencia, Montenegro, Serbien und Athen. Mindestens 41 Personen wurden seit 2014 gewaltsam getötet, durch Schusswaffenangriffe oder Autobomben.
„Dies ist der stärkste Schlag, den wir der Mafia in den letzten zehn Jahren versetzt haben, und ich denke, es ist nur der ersten, der folgen wird.“
sagte der Ministerpräsident Dritan Abazović (URA)
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