Autobahn in Bosnien-H. geöffnet und sofort gesperrt

Vor einigen Tagen wurde in der Nähe der zentralbosnischen Stadt Zenica der neu gebaute Abschnitt der Autobahn durch Bosnien-Herzegowina auf dem Teil des Vc-Korridors zwischen Budapest und Ploče geöffnet. Nach Problemen mit der Nutzungserlaubnis wurde es gesperrt.

Das Unternehmen, welches für den neuen Abschnitt der Autobahn zuständig war, bekam keine Nutzungserlaubnis, so dass seine Nutzung ein Risiko für alle Autofahrer darstellte, die es wagten, in diese Richtung zu fahren.

Ejub Salkić, Chefinspektor in der Föderation BiH, bestätigte die Entscheidung zum Verbot der Nutzung und erklärte, dass diese Anlage für die Inspektion noch im Bau ist und dies auch bleiben wird, bis sie eine Genehmigung erhalten.

Diese Anlage ist ein Autobahnabschnitt in Richtung der Hauptstadt Sarajevo und setzt die zuvor gebaute Autobahn von der Hauptstadt nach Zenica fort. Es handelt sich um eine Zenica-Umgehungsstraße und sie soll den Durchgang in eine Richtung erleichtern, die oft überlastet ist.

Noch tragikomischer ist die Dauer des Baus dieser elf (!) Kilometer – sieben Jahre. Die Autobahnen der Föderation BiH erklärten dies mit der komplexen Konfiguration des Bodens und unvorhersehbaren Herausforderungen wie Erdrutschen und Grundwasser.

Korridor Vc sollte eine 330 Kilometer lange Autobahn durch Bosnien-Herzegowina werden, doch in den letzten 20 Jahren wurde nur 150 Kilometer gebaut. Einige Abschnitte des Korridors sind völlig unbrauchbar, wie der in Posavina (Richtung Svilaj), weil es keine neue Brücke über die Save gibt. Derzeit gilt das auch für den Teil zwischen Buna und Počitelj, da es vor 2022 auch keine Brücke über die Neretva geben wird.

Antonio Šećerović
Foto: Symbolbild – Doka.com

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LM