Im Krisenjahr 2020 gab es in Wien einen ZuwandererInnenplus von 10.000 Menschen. Insgesamt gab es weniger Geburten und mehr Sterbefälle im Vergleich zu Vorjahren. Die Wanderungsbilanz des letzten Jahres ist stabil und weiterhin deutlich unter langjährigem Durchschnitt.
Am 1. Jänner 2021 lebten etwa 1,92 Millionen BürgerInnen in der Stadt. Nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs ist Wien die fünftgrößte Stadt der Europäischen Union. Größer sind nur Berlin, Madrid, Rom und Paris.
Im letzten Jahr sind 18.700 neue WienerInnen geboren, 17.700 sind gestorben. Der Anteil der im Ausland geborenen Bevölkerung ist 2020 um 0,3 Prozentpunkte gestiegen. Das Durchschnittsalter der WienerInnen ist 2020 um rund 1,5 Monate gestiegen und liegt jetzt bei über 41 Jahren. Damit ist Wien das jüngste Bundesland vor Vorarlberg und Tirol. Der Frauenanteil ist nahezu unverändert – 51,1 Prozent.
Die meisten EinwanderInnen im Jahr 2020 kamen aus Deutschland, Syrien, Rumänien, Afghanistan und seit längerem wieder Kroatien. Wegen der EU-Arbeitsmarktöffnung gibt es ein Plus von 400 KroatInnen als im Durchschnitt der Vorjahre.
Entgegen dem langjährigen Trend sank die Zahl der StadtbewohnerInnen mit Geburtsland Serbien, Montenegro, Kosovo und der Türkei, die bisher Top-Herkunftsländer der Neuzuwanderung waren.
Mit dem 1. Jänner 2021 lebten nach der Staatsbürgerschaft in Wien insgesamt 23.128 KroatInnen, davon 10.906 Frauen und 12.222 Männer. In Wien leben 21.793 StaatsbürgerInnen aus Bosnien-Herzegowina, 77.813 aus Serbien und Montenegro, 6.726 aus dem Kosovo, 10.597 aus Nordmazedonien.
In Österreich wurden insgesamt 1,2 Mio. BürgerInnen geboren, in den EU-Mitgliedsstaaten 265.600. BürgerInnen, die in Kroatien geboren wurden, gibt es insgesamt 14.606. In Slowenien wurden 3.640 Menschen geboren, in Bosnien-Herzegowina 46.225, dem Kosovo 9.211, Nordmazedonien 12.654 und in Serbien und Montenegro 90.004.


