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Kroatische Handball-Legende Zlatko Saračević ist tot

Foto: RK Podravka Vegeta | Facebook

Der ehemalige Handballspieler und Trainer von Podravka Vegeta Zlatko Saračević ist im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Am Sonntagabend starb Saračević nach dem Derbysieg bei Lokomotiva Koprivnica (32:29) in der kroatischen Frauenliga.

Die Handball-Legende starb einige Minuten nach der Pressekonferenz. Wie die Lokalzeitung „Podravski list“ meldet, kollabierte Saračević nur einige Minuten nach dem Verlassen der Sporthalle. Nach dem Spiel war er gut gelaunt und freute sich über den wichtigen Sieg. Mit seinem Auto war er auf dem Weg die Torwarttrainerin Barbara Stančin nachhause zu fahren. An einer der Ampeln in Koprivnica kollabierte er plötzlich. Die Hilfe kam schnell, da sich ein Krankenhaus in der Nähe befindet. Nach 40 Minuten Wiederbelebung konnten die Ärzte nicht weiterhelfen.

Sein letztes Foto vor dem Tod [Foto: RK Podravka Vegeta | Facebook]

Zlatan ‚Zlatko‘ Zaračević wurde am 5. Juli 1961 in Banja Luka (Bosnien-Herzegowina) geboren und begann seine Karriere bei Borac Banja Luka. In den 80er Jahren war er einer der besten Spieler des damaligen Jugoslawiens. Nach zehn Jahren im Borac-Trikot wechselte er zu RK Medvešćak Zagreb, wo er 1989 und 1990 den jugoslawischen Pokal gewonnen hat. Danach spielte er in Nimes, Bordeaux, Istres und Creteil und gewann zweimal die französische Liga, dreimal wurde er Torschützenkönig.

1997 kehrte er nach Zagreb zurück und spielte für b, wo er in den letzten beiden Spielzeiten zweimal Torschützenkönig der EHF Champions League war. Seine Karriere beendete er bei Zamet Crotek im Jahr 2002. Saračević gewann mit der jugoslawischen Nationalmannschaft 1986 eine Goldmedaille und bei den Olympischen Spielen in Seoul die Bronzemedaille.

Mit der kroatischen Nationalmannschaft gewannt er Gold bei den Mittelmeerspielen in Languedoc-Roussillon, wurde mit RK Zagreb 1992 und 1993 Europameister und 1994 holte er mit Kroatien die EM-Bronze. Ein Jahr später holte er Silber bei der WM und 1996 war er Olympiasieger in Atlanta.

Einer der besten Rechtsverteidiger in der Geschichte des Handballs bestritt 145 Spiele für Jugoslawien (200 Tore) und 75 Spiele für Kroatien (244 Tore).

Nach seiner Spielerkarriere startete er als Trainer bei seinem letzten Klub, danach arbeitete er als Co-Trainer von RK Zagreb. Vor seinem Tod war er in seiner dritten Saison bei der Frauenmannschaft von Podravka Vegeta.

„Ich bin schockiert. Ich wollte ihn nach dem Spiel anrufen, um ihn zu gratulieren. Nach den Spielen haben wir immer telefoniert, aber diesmal hat mich der Fitnesstrainer von Podravka angerufen und gesagt, was passiert ist. Ich möchte nicht darüber sprechen, wer Saračević als Spieler war, denn er war ein großartiger Mensch. Ich werde ihm nie für alles danken können, was r für mich getan hat und ich werde mich für immer an die Momente erinnern, die ich mit ihm verbracht habe“

sagte Slavko Goluža, ehemaliger Mannschaftskollege und Bundestrainer Kroatiens

 

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