Foto: Vlada Kantona Sarajevo | Facebook

Zu Ostern kein Lockdown in Kroatien und Bosnien-Herzegowina

Die epidemiologische Situation in Kroatien und Bosnien-Herzegowina hat sich in den letzten Tagen deutlich verschlechtern. Die Zahl der Neuinfizierten ist in der letzten Woche in Kroatien um fast 50 Prozent gesteigert.

Zu Ostern werden Menschen sicher mehr reisen als üblich, doch der Krisenstab der kroatischen Regierung will die Landkreise nicht schließen oder sperren sowie keinen Lockdown einführen. Sie wollen mehr Kontrolle auf den Straßen, insbesondere in der Gastronomie.

In Bosnien-Herzegowina ist die Situation in einigen Städten so schlimm wie seit Anfang der Pandemie nicht. Der Krisenstab des Gesundheitsministeriums der Föderation BiH hat der Entitätsregierung die Einführung restriktiver Maßnahmen vorgeschlagen, doch diese hat sie – abgelehnt.

Solche Fälle gab es seit Anfang der Pandemie in keinem europäischen Land, was den speziellen Status der bosnisch-herzegowinischen Politik zeigt. Der Krisenstab wollte die Gastronomie im Innenraum schließen und nur Schanigärten offen halten. Zusätzlich wollten sie die Öffnungszeiten von Einkaufszentren verkürzen und die Ausgangssperre früher als um 23 Uhr einführen, doch alle Vorschläge wurden abgelehnt.

Die derzeitigen Maßnahmen wurden in der Föderation Bosnien-Herzegowina verlängert bis zum 1. April. Vermutlich wird die Regierung die Testpflicht bei der Einreise ins Land einführen.



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LM