25.2 C
Beč
15. kolovoza 2022.
KROATIV auf Deutsch

Vor einem Jahr bebte die Erde in Zagreb

Screenshot [Foto: HRT | YouTube]

Heute vor genau einem Jahr ereignete sich um 6.24 Uhr ein Erdbeben der Stärke 5,4 auf der Richterskala in der kroatischen Hauptstadt. Ein 15-jähriges Mädchen ist seinen Verletzungen erlegen, 18 weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Das Epizentrum des Erdbebens lag wenige Kilometer nördlich von Zagreb, in der es vor allem in der Altstadt zu schweren Schäden kam. Es war damals das stärkste Erdbeben in Kroatien seit 1996, aber nach der Erdbebenserie in Banovina ist alles anders.

Nach dem Erdbeben kam es zu mehreren Nachbeben, das stärkste ereignete sich um 7.01 Uhr mit einer Stärke von 5,0 auf der Richterskala. Das Erdbeben spürten auch BürgerInnen in Österreich, wo über 2.000 Meldungen eingingen.

Insgesamt wurden 27 Menschen verletzt, 18 davon schwer. Eine 15-Jährige erlag am nächsten Tag ihren schweren Kopfverletzungen. Zu schweren Schäden kam es besonders an Gebäuden in der Altstadt – 26.000 an der Zahl. Die steinerne Spitze des Südturms der Kathedrale von Zagreb brach in 92 m Höhe ab und ein Teil der Decke der Herz-Jesu-Basilika stürzte ein. Schäden gab es auch am Gebäude des kroatischen Parlaments und dem Sitz der kroatischen Regierung.

Đorđićeva ulica [Foto: Franjo Tahy | Wikimedia]

Schäden gab es auch in Orten der Umgebung, u. a. in Donja Stubica und Čučerje. Noch am selben Tag waren 230 Mitglieder der kroatischen Armee damit beschäftigt, die Ruinen im Zentrum der Stadt zu räumen. An drei Standorten in der Stadt wurden Zelte des Roten Kreuzes errichtet, um im Falle eines neuen Erdbebens Menschen unterzubringen.

Damals haben viele Nachbarländer und EU-Mitgliederstaaten geholfen. Österreich hat insgesamt 100 Familienzelte, 100 Zeltbeleuchtungssätze, 800 Betten und 200 Schlafsäcke gespendet.




Povezane vijesti:

Neue Gasquellen in der Adria decken 40 Prozent des kroatischen Gasverbrauchs

Željko Batarilo

Kroatische Regierung verlängert Preiskontrollen für Spritpreise

Željko Batarilo

Frauen in Kroatien verdienen durchschnittlich elf Prozent weniger als Männer

Željko Batarilo