Im Kanton Sarajevo hat sich die Situation mit dem Coronavirus nochmal verschlechtert. In den letzten 24 Stunden gab es 674 Neuinfizierte und nur im Universitätsklinikum Koševo starben 21 PatientInnen. Deshalb verschärft die Regierung der bosnisch-herzegowinischen Hauptstadt die Maßnahmen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 1.079 und die Situation in den Krankenhäusern ist sehr schlecht. Derzeit befinden sich im größten Krankenhaus des Landes 535 PatientInnen, 69 Menschen befinden sich in der Intensivstation. Im Allgemeinen Krankenhaus „Prim. Dr. Abdulah Nakaš“ sind 189 Menschen hospitalisiert und die Lage ist die schlimmste seit Anfang der Pandemie.
Ab Freitag gilt die Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr mit Ausnahmen von BürgerInnen, die an der Umsetzung von Maßnahmen und Aktivitäten zur Bekämpfung der Pandemie im Kanton beteiligt sind, MitarbeiterInnen im Personenverkehr, Taxidienst und LKW-FahrerInnen.
Zusätzlich schließt Sarajevo ab dem 20. März um 5 Uhr alle Cafés, Bars und Restaurants für 15 Tage mit Ausnahme der Zustellung von Speisen und Getränke. Ministerpräsident Edin Forto (NS) hat ein Hilfspaket für die Gastronomie angekündigt.
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