Der Staatsbürger Bosnien-Herzegowinas Begzad S. wurde in seiner Heimat wegen des Verdachts, Mitglied der Terrororganisation IS zu sein, festgenommen. Er wurde nach seiner Entlassung aus der U-Haft wieder festgenommen, war nicht einmal eine Minute auf freiem Fuß.
Die Staatsanwaltschaft in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo untersucht S., da es Hinweise darauf gibt, dass er 2013 zweimal aus Bosnien-Herzegowina ins Schlachtfeld in Syrien gegangen ist, wo er sich IS-Einheiten angeschlossen hat.
Zum ersten Mal wurde S. 2017 in der Türkei festgenommen und wurde im Februar dieses Jahres an Bosnien-Herzegowina ausgeliefert. Wegen eines Haftbefehls des Amtsgerichts in Zenica (Kanton Zenica-Doboj) wurde er sofort inhaftiert, jedoch nicht wegen Terrorismus, sondern wegen anderen Verbrechen.
Laut Informationen der Rechercheplattform BIRN wurde S. sofort nach der Entlassung aus der U-Haft wieder festgenommen, in dem er sich seit dem 11. Februar befand. Es stellte sich heraus, das die Straftat aus Zenica veraltet ist. Doch auf freiem Fuß verbrachte er nicht einmal eine Minute.
S. wird der Straftat beschuldigt, eine terroristische Vereinigung organisiert zu haben. Laut Medienberichten wurde er zuvor in der Türkei wegen eines Selbstmordanschlags in Kilis zusammen mit vier Aserbaidschanern festgenommen. Sein Anwalt behauptet, S. habe drei Jahre im türkischen Gefängnis verbraucht und können daher in seiner Heimat wegen der Straftat nicht erneut vor Gericht gestellt werden.
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