Eine schöne Geschichte kommt aus der herzegowinischen Stadt Mostar. Mit einer neuen Initiative bekommen die BürgerInnen von Mostar Hoffnung auf mehr Gemeinsamkeit zwischen den Volksgruppen.
Nach der „Alten Brücke“ („Stari most“), die die einstigen Muslim- und Katholikenvierteln verbindet, bekommt die Stadt nun mit den Uhren am Glockenturm der neuen orthodoxen Dreifälligkeitskathedrale ein weiteres Symbol für ökumenischen und interreligiösen Zusammenklang.
Die drei Uhren, mit deren Installation der schon 2010 begonnene Wiederaufbau der Kirche abgeschlossen wird, stammen nicht nur von orthodoxen SerbInnen, sondern auch von katholischen KroatInnen und islamischen BosniakInnen. Die Uhren tragen kyrillische, römische und arabische Ziffern und schlagen dieselbe Stunde.
Mit dem monotheistischen Gleichklang zwischen Konfessionen und Religionen will man optisch und akustisch ein Zeichen setzen.
Die Kathedrale wurde 1873 eröffnet und war schon immer eines der Symbole der herzegowinischen Stadt. Diese prächtige, monumentale und malerische Kirsche, die der Heiligen Dreifaltigkeit gewidmet ist, war eine der höchsten und schönsten orthodoxen Kirchen auf dem Balkan.
Der Bau wurde von der serbischen Bevölkerung von Mostar gesammelt, ein großer Beitrag wurden von Sultan Abdul Aziz gesandt sowie ein Teil vom zaristischen Russland. Die Kathedrale wurde im Krieg 1992 vollständig zerstört, die Renovierung begann schon im Jahr 2008.


