Foto: Vlada Republike Hrvatske | Facebook

Kroatien braucht 100.000 Maurer, Eisenflechter und Zimmermänner

Während viele kroatische StaatsbürgerInnen ihr Land Richtung Westen verlassen, sehen ArbeiterInnen aus der Ukraine, Kosovo, Bangladesch und Nepal das Adrialand als ihren ‘Westen’.

Letztes Jahr kamen mindestens 23.000 ausländische BauarbeiterInnen aus diesen Ländern nach Kroatien. Hier haben sie kostenlose Unterkünfte, Essen und ein Gehalt, das nicht groß ist, aber für den Standard in ihren Ländern ist es riesig, wie für KroatInnen das deutsche oder österreichische Gehalt.

Ausländische ArbeiterInnen schicken ihre Ersparnisse ihrer Familie in die Heimat und nach einer Weile kehren sie nach Hause zurück. Danach kommt jemand anderes aus ihrer Familie auf die Baustelle.

Für den Wiederaufbau der Gebäude und Häuser in Zagreb und Banovina (Erdbebengebiet) braucht das Land nach Angaben der kroatischen Handelskammer mindestens noch 100.000 ArbeitnehmerInnen.

Der Sender RTL sprach mit zwei Bauarbeitern aus der Ukraine. Ivan Hrytsiuk sagte, er sei zufrieden mit der Arbeit. Für Yurii Kikalo sind Menschen in Kroatien gut und gastfreundlich und im Land sei es schön zu leben. Ihr Arbeitgeber zahlt für ihre Unterkunft und Verpflegung und zusätzlich verdienen sie zwischen 5.000 und 7.000 HRK (659-932 Euro). In Zagreb befinden sich derzeit 40 Ukrainer, die seit sieben Monaten an einem Bürogebäude arbeiten.

Trotz Krisenjahr wurden im letzten Jahr 23.000 ausländische Bauherren genehmigt, zwei Tausend mehr als 2019. Noch im Jahr 2018 gab es ‚nur‘ 10.000 Genehmigungen.



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LM