Slovenien hat heute die Grenzkontrolle zu Kroatien und Ungarn um 20 Tage verlängert – bis zum 19. November. Dabei wurde betont, dass die Kontrolle wie bisher gezielt auf die Verhinderung von Terrorismus, Extremismus und grenzüberschreitender Kriminalität ausgerichtet sein wird, berichtet die STA.
Slovenien hat am vergangenen Samstag Grenzkontrollen eingeführt, nachdem Italien beschlossen hatte, Kontrollen an der slowenischen Grenze einzuführen. Ähnlich wie Italien nannte auch Slowenien Bedrohungen für die öffentliche Ordnung und die innere Sicherheit in der EU, die Situation im Nahen Osten und in der Ukraine sowie die Terrorismusbekämpfung als Gründe für die erneute vorübergehende Einführung von Kontrollen.
Am Donnerstag äußerte der slowenische Premierminister Robert Golob in Brüssel die Erwartung, dass Italien die Grenzkontrollen bis Weihnachten aufheben wird, so dass auch Slowenien anschließend an den Grenzen zu Kroatien und Ungarn dies tun könnte. In Rom wurde jedoch bereits angekündigt, dass damit gerechnet werden könne, dass die Kontrolle den ganzen Winter über andauern werde, aber es gibt noch keine offizielle Bestätigung der italienischen Regierung über eine mögliche Verlängerung der Grenzkontrolle, berichtet die STA.
Die Innenminister von Slowenien, Italien und Kroatien werden sich am Donnerstag in Triest treffen, um die erneute Einführung von Kontrollen und Möglichkeiten zur Minimierung der Auswirkungen der Kontrollen auf die Bürger der drei Länder zu erörtern, die täglich die Grenze überqueren.


