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Sarajevo: Migranten verletzten Polizisten und werfen Polizeiautos um

Screenshot [Foto: Klix.ba | YouTube]

Einen ähnlichen Konflikt wie am Mittwochabend gab es nach dem Krieg in Bosnien-Herzegowina nicht. Vor dem Migrantencamp Blažuj in der Nähe der Hauptstadt Sarajevo wurden im Konflikt zwischen Migranten und der Polizei zwei Polizisten verletzt und drei Polizeiautos umgeworfen.

Mindestens zwei Polizisten und ein IOM-Offizier wurden bei den Ausschreitungen verletzt, keine Informationen gibt es über die verletzten Migranten. Zu den Ausschreitungen kam es nach dem ArbeiterInnen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) versucht haben, einen Migranten in ein anderes Camp zu bringen, da er die Ordnung störte. Laut dem lokalen Innenministerium handelt es sich bei diesem Migranten um einen „Anführer einer der Gruppen im Camp“. Die Migranten versuchten, ihn „gewaltsam freizulassen“, woraufhin es zu einem Konflikt kam.

In den Ausschreitungen wurden drei Polizeiautos umgestürzt und mehrere Autos in der Nähe mit Steinen zerstört. Auf einem Polizekombi wurden die Reifen zerstochen. Die Ausschreitungen ereigneten sich um 20 Uhr am Mittwochabend. Laut dem Innenministerium des Kantons Sarajevo nahmen fast 2.000 Migranten an den Unruhen teil.

Ein Migrant aus Bangladesch erzählte dem Regionalsender N1 die Details des Konfliktes: „Der Konflikt ereignete sich, als ein Iraner den Propheten Muhammad beleidigte, deshalb kann man sagen, dass es sich hier um einen Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten handelt“.

Das Camp Blažuj ist übrigens das größten Migrantenlager in Bosnien-Herzegowina mit 3.000 Migranten und wird von Mitgliedern des Innenministeriums des Kantons Sarajevo und privaten Agenturen bereitgestellt, die von der IOM beauftragt wurden.


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