Anfang April schockierten angebliche Briefe mehrere Anästhesisten der Universitätsklinik Sarajevo (KCUS) die bosnisch-herzegowinische Öffentlichkeit. Die ÄrztInnen sprachen von schadhaften Atemschutzgeräten, die angeblich für die hohe Sterblichkeit in der bosnischen Hauptstadt verantwortlich sind.
Am Mittwoch hat sich die Affäre rund um KCUS-Direktorin Sebija Izetbegović, ihrerseits Ehefrau des SDA-Chefs Bakir Izetbegović, verschärft. Bis zu 13 Anästhesisten haben ihren Vertrag gekündigt. Grund sind enormer Druck der KCUS-Führung, schadhafte Atemschutzgeräte und katastrophale Arbeitsbedingungen.
Die Stadtverwaltung hat schnell reagiert und will die 13 Anästhesisten im Allgemeinen Krankenhaus anstellen. Zusätzlich fordern sie von der Entitätsregierung der Föderation Bosnien-Herzegowina die Entlassung der Führung und des Vorstands der Universitätsklinik in Sarajevo.
„In den letzten Jahren sind mehr als 160 Fachärzte gegangen. Jetzt sind 13 Anästhesisten an einem Punkt gegangen. Es ist ein Alarm, dass etwas gelöst werden muss“, sagte Gesundheitsminister im Kanton Sarajevo Haris Vranić (SDP).
Die Entitätsregierung wollte heute über diese Affäre und die Vorschläge vom Kanton Sarajevo nicht diskutieren.
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