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Posušje-Tragödie: Kohlenmonoxidvergiftung als Todesursache bestätigt

Foto: Aleksandra Tolj Ružić | Twitter

Das Jahr 2021 startete mit einer Tragödie in Bosnien-Herzegowina. Im Dorf Tribistovo bei Posušje (West-Herzegowina) wurden am Neujahrstag acht Jugendliche in einem Wochenendhaus tot aufgefunden.

Danach gab es drei Tage der Staatstrauer im Kanton West-Herzegowina sowie einen Trauertag in der Föderation, im gesamten Land und im Nachbarland Kroatien.

Die Staatsanwaltschaft West-Herzegowina bestätigte am Donnerstagmorgen die Todesursache der vier männlichen und weiblichen Jugendlichen im Alter von 19 und 20 Jahren. Nach der Blutanalyse wurde festgestellt, dass sich die Jugendlichen mit Kohlenmonoxid vergiftet haben. Die bestimmte Konzentration im Blut war tödlich.

Die Untersuchungen bestätigten den Verdacht der ErmittlerInnen, die von Beginn an annahmen, dass das Abgas die Jugendlichen erstickt hat.

Von Freunden aufgefunden

Die Leichen von vier Mädchen und vier Jungen wurden von ihren Freunden gefunden, die mit ihnen Silvester feierten und dann in einem nahe gelegenen Haus geschlafen haben. Als sie morgens aufgestanden sind, warfen sie Feuerwerkskörper. Als niemand aus dem Haus herauskam, ging einer der Jugendlichen ins Haus rein, um zu sehen, was mit ihnen passiert war und fand einen schockierenden Anblick.

Sechs Personen wurden in sitzender Position tot aufgefunden. Das Haus hatte keine Stromverbindung. Das Abgas der mobilen Heizung kam ins Haus rein durch ein kleines Fenster. Im Haus gab es keine frische Luft.

Am 3. Jänner wurden Mirela Rezo und Stjepan Jukić in Posušje beerdigt, einen Tag später Žana, Marija und Stipe Pavković sowie Ivan Milićević, Mia Soldo und Stipe Romić im Dorf Rakitno.



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