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26. rujna 2022.
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Mehr als eine halbe Million Menschen haben Bosnien-Herzegowina verlassen

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Symbolbild [Foto: sferrario1968 | Pixabay]

In den letzten Jahren steigt die Zahl der Menschen, die Bosnien-Herzegowina verlassen haben, rasant. Gründe dafür sind die schlechte wirtschaftliche Situation im Land, wenig bis kaum Perspektiven für Jugendliche und eine bessere Zukunftsperspektive in der Europäischen Union.

Von 2013 bis 2019 verließen mehr als 530.000 Menschen Bosnien-Herzegowina. Diese Zahl stammt aus der Arbeitskräfteerhebung der Agentur für Statistik B&H sowie der Union für nachhaltige Rückkehr und Integration des Landes. Die Agentur schätzt auch zusätzlich mehr als 50.000 StaatsbürgerInnen, die in der Europäischen Union illegal leben.

Nach offiziellen Angaben haben im Jahr 2019 mehr als vier Tausend Menschen ihre Staatsbürgerschaft aufgegeben. In den letzten Jahren gibt es auch einen starken Rückgang an der Zahl der SchülerInnen in Grundschulen des Landes sowie der Zahl der Lebendgeburten in den letzten sieben Jahren.

2019 gab es in Bosnien-Herzegowina 28.360 Geburten und mehr als 38.820 Tote. Im Krisenjahr 2020 gab es fast zwei Tausend weniger Geburten als im Vorjahr.

Die Zahlen der Agentur für Statistik zeigen, dass 6.610 Menschen aus Bosnien-Herzegowina nach Slowenien gingen, im Jahr davor war die Zahl doppelt so hoch. Schätzungen zufolge gab es am 31. Dezember 2020 nicht mehr als 2,6 Millionen EinwohnerInnen in Bosnien-Herzegowina und die Prognosen für die Zukunft sehen nicht gut aus: Bis 2060 erwartet man eine Zahl von 1,7 Millionen BürgerInnen im Balkanland.

Laut der Weltbank gab es im Jahr 2019 mehr als 50 Prozent der gesamten EinwohnerInnenzahl, die Bosnien-Herzegowina verlassen haben, was europaweit am höchsten ist. Österreich haben demnach ‚nur‘ 6,6 Prozent der EinwohnerInnen verlassen.

Quelle: World Bank Report: Europe and Central Asia Economic Update 2019; Foto: Radio Slobodna Evropa

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