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Kroatien: Wenn der Gesundheitsminister selber impft

Screenshot [Foto: 24sata | Facebook]

Seit einigen Wochen versucht das kroatische Gesundheitsministerium mit vielen Projekten und Ereignissen die BürgerInnen für die Impfung gegen das Coronavirus zu informieren und ermutigen.

Am Samstagvormittag hat in der Halle des Zagreber Messe auch der Gesundheitsminister Vili Beroš (HDZ) selber geimpft, gemeinsam mit den ÄrztInnen des Instituts für öffentliche Gesundheit (HZJZ) und des Instituts Dr. Andrija Štampar.

Beroš, der vor der Politik als Neurochirurg gearbeitet hat, musste sich nicht an die Situation gewöhnen: „Ich habe operiert, aber habe auch Injektionen gegeben und musste mich nicht daran erinnern, wie das geht“.

„Es gibt keine Entspannung, die Zahlen werden von Tag zu Tag besser und gleichzeitig wird die Anzahl der Patienten in Krankenhäusern sinken. Das Virus will überleben und noch lange auf der Welt sein. Dies ist der Kampf einer ganzen Zivilisation. Wir werden sehen, wie die Situation in zehn bis 15 Tagen aussehen wird.“

sagte der Gesundheitsminister Vili Beroš (HDZ)

In einer Woche finden die lokalen Wahlen in Kroatien statt, deshalb befindet sich auch Beroš im Wahlkampf. Einer der geimpften Bürger hat heute die JournalistInnen zum Lachen gebracht: „Ich würde lieber von einer Krankenschwester geimpft werden, die dies hunderte Male am Tag tut, als von einem Neurochirurgen im Wahlkampf“.

Derzeit hat jede vierte erwachsen Person in Kroatien zumindest eine Dosis der Impfung bekommen, was 25 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren ist. Das Ziel der kroatischen Regierung ist es, bis Ende Juni 50 Prozent der Bevölkerung gegen das Virus zu impfen.

Gestern wurden 9.700 Menschen in der Hauptstadt Zagreb geimpft, heute sollten es 2.500 sein.




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