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Dubrovnik feierte das Fest des heiligen Blasius (Vlaho)

Die kroatische Hafenstadt Dubrovnik feierte gestern ihren Schutzpatron Blasius (Vlaho) zum 1049. Fest in der Geschichte der Stadt.

Das Fest vom Hl. Blasius ist ein immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe in Kroatien. Die BürgerInnen von Dubrovnik feiern ihren Schutzpatronen 972 Jahre ununterbrochen. Die Feier basiert auf der Legende vom Erscheinen des Heiligen Blasius, der den Menschen in der Stadt geholfen hat, sich gegen die Venezianer zu verteidigen. Blasius ist Patron der Stadt, aber auch der Blasmusikanten, Weber, Tiere, Kämmler, Bauleute, Maurer, Ärzte, Gipser, Gerber, Schuhmacher, Schneider, Strumpfwirker, Wachszieher und Wollhändler.

Über das Leben des armenischen Bischofs und Märtyrers Blasius von Sebaste ist wenig bekannt. Er soll als Arzt alle Menschen behandelt haben, egal ob arm oder reich, Christ oder ungläubig. Im Jahr 316 soll er während der Christenverfolgung des Römischen Reichs nach Folter und Haft enthauptet worden sein.

In der Vergangenheit wurde das Fest auch im Gebiet von Neum in Herzegowina bis zur Bucht von Kotor in Montenegro gefeiert. Damit jeder am Fest teilnehmen konnte, kam es zur „Freiheit des hl. Vlaho“. Damit bekam jeder Täter, Verurteilte und Verbannte zwei Tage vor und zwei Tage nach dem Fest frei, damit er in die Stadt kommen kann, ohne dass ihn jemand zur Rechenschaft ziehen darf.

Die Menschen tragen traditionell Volkskostüme und wehen mit den Kirchenflaggen. Somit dankt man dem Heiligen Vlaho für alles, was er für ihre Stadt gemacht hat. In der Prozession tragen der Bischof und die Priester die Macht des hl. Vlaho, während die Gläubigen ehrfürchtig die Hand küssen und die Relikte in Gebeten für sich und ihre Stadt berühren. Die ‚Festa‘ umfasst viele Formen menschlicher Kreativität, von Volksbräuchen und Liedern bis hin zu traditionellen Waffen und Posaunen. Am Ende der Prozession gehen die Fahnenträger mit ihren Fahnen in ihre Dörfer, um all jenen den Segen zu übermitteln, die an diesem Tag nicht in die Stadt gehen konnten.

Am Mittwoch ereignete sich die ‚Festa‘ mit nur 250 Menschen vor Ort aufgrund der gültigen Corona-Maßnahmen.

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LM