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Das Geschäft mit den gefälschten Coronatests auf dem Westbalkan

Foto: Granična policija BIH / prijelaz Gradiška

Immer öfter fliegen Einreisende aus den Ländern des Westbalkans mit ihren gefälschten Coronatests an Österreichs Grenzen auf. Die Staatsanwaltschaften Serbiens, Nordmazedoniens und Bosnien-Herzegowinas haben in den letzten Monaten mehrere Personen festgenommen. Das Business ‚boomt‘.

Am bosnischen und serbischen Schwarzmarkt boomen gefälschte Coronatest-Bestätigungen, die man für 40 bis 100 Euro am Balkan kaufen kann.

Die serbische Staatsanwaltschaft für organisiertes Verbrechen hat im vergangenen Jahr 12 Personen festgenommen, die Teil krimineller Gruppen waren, die gefälschte PCR-Tests verkauft haben. Sechs Mitglieder wurden mit 16 gefälschten PCR-Tests im August 2020 festgenommen, alle wurden verurteilt.

https://kroativ.at/austrija-sve-veci-broj-laznih-korona-testova-s-balkana/

Derzeit gibt es viele Informationen über gefälschte PCR-Testergebnisse auf WhatsApp und Telegram, in öffentlichen und privaten Gruppen. Der Preis auf Telegram beträgt um die 30 Euro.

Die bosnisch-herzegowinische Grenzpolizei gab Ende März bekannt, dass sie von September 2020 bis zum 31. März mehr als 80 PCR-Testergebnisse entdeckt haben, von denen vermutet wird, dass sie gefälscht sind. Die meisten gefälschten Tests wurden bei Einreisenden aus der Türkei, China, Nordmazedonien, Deutschland und Slowenien gefunden. Im Dezember 2020 wurden zwei Personen in Modriča (Republika Srpska) festgenommen.

In Nordmazedonien hat die Polizei in den vergangenen Monaten 50 gefälschte PCR-Tests am Grenzübergang zu Bulgarien, 30 zum Kosovo und mehrere zu Serbien aufgedeckt. Der jüngste Fall betrifft zwei nordmazedonische Staatsbürger, die versucht haben das Land mit gefälschten PCR-Tests zu verlassen, obwohl sie coronapositiv waren. Beide haben jeweils eine Geldstrafe von 3.600 Euro bekommen.

 




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