Am 23. April feiern wir den Welttag des Buches

Am 23. April feiern wir den Welttag des Buches

Fast jeder vierte österreichische Schüler kann nicht sinnerfassend lesen. Dies bestätigte die im Jahr 2015 durchgeführte PISA-Studie bei der österreichische aber auch kroatische Jugendliche im Lesen unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielten. Ein Grund mehr dem heutigen Welttag des Buches in Zukunft noch mehr Beachtung zu schenken. 

Seit 1995 ist der 23. April ein von der UNESCO weltweit eingerichteter Feiertag für Bücher und die Rechte ihrer Autoren. Wie stark wir die Kultur des Lesens entwickeln hängt sicherlich auch von der im Elternhaus vorgelebten Leidenschaft für das geschriebene Wort. Darüberhinaus sind Schulsysteme entscheidend für die Entwicklung von Lesekompetenzen und Aufgabe der Gesellschaft ist es sicherzustellen, dass Bücher für jeden und überall zugänglich sind.

Weltweit werden am Welttag des Buches Lese- und Bücherfeste organisiert oder der Monat April überhaupt zum Lesemonat erklärt. In Barcelona hat der 23. April Volksfestcharakter, denn das Fest des Buches hat seinen Ursprung in einer katalanischen Tradition. Der Tradition nach schenkt man einander Rosen zum Namenstag des Volksheiligen Sankt Georg und seit den zwanziger Jahren auch Bücher. Es war auch Spanien jenes Land, das 1995 den Antrag zur Erklärung des Welttag-Buches bei der UNESCO stellte.

Brief an das Buch zu seinem Welttag
kroativ feiert das Buch- und Lesefest mit einem Brief an das Buch zu seinem Welttag. Lassen auch Sie sich von der Botschaft unserer Autorin Tina Čakara inspirieren und den Sonntagabend mit einem Buch in der Hand ausklingen.

 

Liebes Buch,

Wir trauen uns gar nicht zu fragen, wie es dir geht...

Wir wissen, die letzten Jahre waren sehr hart für dich – das habe wir alle selber mitansehen können. Doch bleib‘ stark! Hör‘ nicht auf die anderen, die immer damit prahlen, dass sie schöner und schlanker sind als du. Das ist alles nur oberflächliches Gerede. Dieser „E-Reader“ achtet sowieso nur auf das Äußere. Charakter zählt bei ihm nicht. Und diese „I-Pad“ erst! Bei ihr schauen alle nur auf das Aussehen. Von den „Smartphones“ will ich gar nicht sprechen. Die geben am allermeisten an.

Doch beachte die anderen nicht! Wir schätzen dich und deine inneren Werte so viel mehr als das Aussehen irgendwelcher anderen, die so tun als ob sie perfekt wären. Du bist einzigartiger und strahlst mit der Geschichte, die du uns erzählst. Dafür brauchst du keine eigene Bildschirmbeleuchtung! Auch wenn du nicht mehr ganz so jung bist, sind all die kleinen Falten und Risse an dir nur Zeugnis eines unvergesslichen Lebens. Du kannst stolz darauf sein!

Allerliebstes Buch, wir möchten dir dafür danken, dass wir uns immer an dir festhalten und orientieren konnten. Bei dir wussten wir immer, wie viel du uns noch erzählen möchtest. Das macht dich aber nicht vorhersehbar – ganz im Gegenteil! Dadurch bist du uns noch symapthischer, da du uns nichts vormachst. E-Reader tut immer so, als ob er ewig weitererzählen könnte. Doch du hast ein fixes Ende und schämst dich nicht dafür. Denn alles muss einmal enden.

Doch hab‘ keine Angst, liebes Buch! Denn DU bist unsterblich. Weißt du das?

All die anderen – E-Reader, I-Pad und die Smartphones - werden vergehen und schneller altern, doch du kannst ewig leben. Halte daran fest, denn diese Stütze wirst du brauchen. Du wirst immer Gegner haben, die dich niedermachen wollen. Doch denke dann an uns, deine treue Leserschaft. Wir werden dich immer gerne in den Arm nehmen und in dir lesen.

Du bist nicht alt, liebes Buch. Die Zeit wird dich nicht zerstören können. Nur der Zeitgeist wird manchmal gefährlich. Aber wir kämpfen um dich!

kroativ.at / Tina Čakara / Foto: http://www.welttag-des-buches.at/

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